RoboCupJunior German Open 2009
Die kleinen Haie
21.04-24.04.09
Es ist 7:20 Uhr. Fr. Wolf fährt mit dem Auto zur Hannovermesse, um unsere Kulisse zu transportieren. Wir fahren gemeinsam mit Fr. Stadler mit dem Zug. Von Borbeck Bf aus nehmen wir die S-Bahn nach Essen Hbf und fahren dann mit dem ICE zur Messe. Mit unseren Koffern gehen wir gemütlich über den Skywalk, ein langer Tunnel oberhalb einer Straße mit langen Rollbändern. Dann laufen wir zu Halle 22, wo der RoboCup stattfindet. Es gibt viel zu sehen. Die Messe ist sehr schön. Wir richten uns an unserem Platz ein und gehen dann durch mehrere Hallen und sammeln verschiedenste Werbegeschenke. Auch können wir selbst einige neue Technologien und Spiele ausprobieren.
Doch nach dem Vergnügen kommt die Arbeit. Wir müssen alles noch einmal durchchecken und sichergehen, dass alles funktioniert. Wir nehmen die Probe sehr ernst, auch wenn sie nicht gewertet wird. Dann muss alles schnell gehen. Unser Auftritt darf nicht länger als 5 min. sein, trotz 10 min. Probenzeit. Wie durch ein Wunder funktionieren alle Roboter. Wir sind total glücklich. Dann gucken wir uns auch noch unsere Konkurrenz an und stellen Vermutungen an, wer vielleicht nach Graz zur Weltmeisterschaft fährt. Spät abends räumen wir unsere Sachen zusammen und begeben uns auf den Weg in die Jugendherberge Hannover. Wir lassen den Tag entspannt auf der Terrasse eines kleinen Lokals der Jugendherberge ausklingen.
Am nächsten Morgen müssen wir früh aufstehen. Um 8:15 gibt es Frühstück. Dann müssen wir um kurz vor 9:00 los und zur Messe fahren. Dort müssen wir sofort zu unserer Probe und den späteren Auftritt vor der Jury vorbereiten. Zum Glück funktioniert auch hierbei wieder alles perfekt. Es ist unfassbar, dass alles richtig läuft, da bisher noch nie alles richtig funktioniert hat. Erstmals sind wir überzeugt davon, dass wir es wirklich zur Weltmeisterschaft schaffen könnten. Es ist ein riesiger Erfolg für uns. Wir wollten nach diesem tollen Tag eigentlich noch gemütlich in der Jugendherberge entspannen, doch daraus wird nichts, als bekannt wird, dass die Jury selbstgestaltete Plakate der Gruppe mitbewertet. Somit müssen wir noch einmal in die Stadt und die benötigten Utensilien einkaufen.
Der 3. Tag verläuft ruhig. Uns stehen eine Probe und ein Interview mit der Jury bevor. Die Aufregung ist uns anzumerken. Da die Juroren unsere Kreativität testen möchte, gibt sie uns eine kleine Aufgabe, die wir mit Bravour bestehen.
So geht es dann zum finalen Tag und unserem letzten Auftritt. Die einstige Hoffnung auf ein Weiterkommen verschwindet, als wir andere Teams sehen, die sehr gut sind. Kurz bevor es auf die Bühne geht, kommt unsere Klassenlehrerin Fr. Lenk an. Sie wünscht uns viel Glück uns setzt sich ins Publikum. Komischerweise funktioniert diesmal kaum einer unserer Roboter. Ob es an Fr. Lenk liegt? Zum Abschluss machen wir noch ein großes Foto mit allen Teilnehmern des RoboCupJunior. Dann beginnt die Siegerehrung. Obwohl wir nicht glauben weiterzukommen, hoffen wir es. Was würden wir machen, wenn wir weiterkommen würden? Fahren "Die kleinen Haie" zur WM? Fragen, die uns urplötzlich durch den Kopf schießen. Adrenalin strömt durch unsere Körper. Der 3. Platz wird verkündet. Nicht wir. Der 3. Platz wäre eine riesige Ehre für uns gewesen. Wieder wird es spannend. Der 2. Platz, der auf jeden Fall weiter zur WM kommt, wird angesagt.
"Es ist eine kleine Gruppe … Die kleinen Haie." Lautes Geschrei fängt an. Das Glück ist unbeschreiblich. Mit einem breiten Grinsen nehmen wir unsere Siegerurkunden und den Pokal entgegen. Ein kurzes Siegerfoto und dann verlassen wir die Bühne auch schon wieder. Es ist unfassbar. Den Moment, in dem wir wussten, dass wir weiter nach Graz fahren würden, würden wir niemals in unserem Leben vergessen. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl zu wissen, dass man das 2. beste Team Deutschlands ist. Ein Moment und eine Erfahrung, die unvergessen bleiben.
Cecilia Machai









